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Wilhelm Oberhaus

Pfarrvikar Wilheml Oberhaus
Pfarrvikar Wilhelm Oberhaus wurde am 31.01.1901 in Herford geboren. Er stammte aus einer Fabrikbesitzerfamilie in Herford.

Im Jahre 1933 wurde er in Paderborn zum Priester geweiht. Als Neupriester kam er 1933 nach Dortmund-Hombruch.

Er wurde wegen seiner Predigt zum Elternrecht, in der er sagte:

„Die Kinder, liebe Eltern, gehören euch nach Gott; erst dann dem Staat!“

im Jahre 1936 verhaftet und zu 5 Monaten Haft verurteilt.

1938 kam er als Pfarrvikar nach Bockwitz bei Liebenwerda. Im Verlauf des Gerichtsverfahrens wegen eines weiteren Vorfalls wurde er im Pfarrhaus zu Bockwitz verhaftet und in „Schutzhaft“ nach Liebenwerda, Torgau und nach Halle/Saale ins Gefängnis gebracht. Er hatte ein BdM-Mädchen wegen einer frechen Bemerkung geohrfeigt und wurde deshalb zunächst wegen „Körperverletzung“ zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt.

Nach Strafende blieb er auf Veranlassung der Gestapo Halle/Saale in Schutzhaft und wurde schließlich ins Konzentrationslager Dachau als Nr. 27826 überführt. Seine Leiden im Konzentrationslager Dachau dauerten, wie die Akten des Lagers erweisen, vom Tage seiner Einlieferung am 26. Februar 1941 bis zum 20. September 1942. Er starb an Hunger und nicht behandelten Phlegmonen am rechten Unterschenkel. Im Lagerkrematorium wurden seine sterblichen Reste eingeäschert, und dem Vater wurde die Urne zugeschickt.

Der Vater ließ die Urne in einen Eichensarg stellen, und unter großer Beteiligung vieler Menschen aus Herford wurden die Überreste des Verstorbenen auf dem Herforder Friedhof beigesetzt. Die Beerdigung glich einer Protestversammlung gegen das nationalsozialistische Unrecht...

Strassenschild Oberhaustrasse