
Der Begriff „Katholische Soziallehre (KS)“ entwickelte sich aus der katholisch-sozialen Bewegung in der Mitte des vorigen Jahrhunderts, einer Zeit großer Umwälzungen in Gesellschaft und Arbeitswelt (Industrialisierung). Die Wortmeldungen zu sozialen Fragen im 19. Jahrhundert sind verbunden mit den Namen Papst Leo XIII., Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler, Adolf Kolping.
In unserem Jahrhundert prägen eine Anzahl von päpstlichen Lehrschreiben (Enzykliken) und die Veröffentlichungen namhafter Sozialwissenschaftler und engagierter Theologen wie Kardinal Joseph Cardijn, Josef Kardinal Höffner, Reichsminister Heinrich Brauns, Prof. Franz Hitze und besonders Pater Oswald von Nell-Breuning SJ das Bild der Kirche in der Gesellschaft. Hinzu kommen die Aktivitäten kirchlich gebundener Laiengremien.
Wesentliche Inhalte der Katholischen Soziallehre sind:
Leitbegriffe der KS, die sowohl auf der Heiligen Schrift als auch auf dem Naturrecht basiert, sind:
Die Katholische Soziallehre fordert Gerechtigkeit im Zusammenspiel der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kräfte ein sowie den Schutz der Armen und Schwachen.
Die Ziele und Ideale der Katholische Soziallehre wurden bereits im vorigen Jahrhundert von katholischen Sozialverbänden wie der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und dem Kolpingwerk aufgegriffen und praxisnah weiterentwickelt. Neben den genannten gibt es heute noch weitere Sozialverbände:
Aus diesem Gedankengut und auf Grund der sich entwickelnden Spannung zwischen Kapitalgebern und Arbeiterschaft wurde 1893 auch in unserer Gemeinde die KAB Sankt Barbara (benannt nach der Schutzpatronin der Bergleute) gegründet.
Katholische Arbeitnehmerbewegung Deutschland
Homepage von Dr. Ernst Leuninger